Rennbericht Lauf 1 – Brünn

🏁 Saisonauftakt Brünn – Lauf 1 der German Moto Masters

Bei hervorragenden Wetterbedingungen starteten die Piloten der German Moto Masters am ersten Maiwochenende in die neue Saison. Der für 2025 neu asphaltierte Kurs in Brünn präsentierte sich in einem sehr guten Zustand und sorgte im gesamten Fahrerlager für positives Feedback. Der zusätzliche Grip ermöglichte bereits zum Auftakt ein hohes Tempo in allen Klassen.

Lediglich der starke Pollenflug sowie eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Fliegen am Freitagvormittag sorgten für etwas Unruhe. Für viele Fahrer bedeutete das, den Helm nach nahezu jedem Turn reinigen zu müssen. Im weiteren Verlauf des Wochenendes spielte dies jedoch keine entscheidende Rolle mehr.

🔵 GMM 600 – Lauf 1

Im Zeittraining setzte Gaststarter Thomas Stingl mit einer Rundenzeit von 2:08.686 die Bestmarke. Neben ihm nahmen Robin Zeilinger und Nick Fischer in der ersten Startreihe Aufstellung.

Für Nick Fischer war es der erste Einsatz auf der Rennstrecke in Brünn, entsprechend vorsichtig fiel seine Herangehensweise im Qualifying aus. Im Rennen zeigte sich jedoch schnell, dass deutlich mehr Potenzial vorhanden war.

Nach dem Start entwickelte sich zunächst ein intensiver Zweikampf zwischen Thomas Stingl und Robin Zeilinger. Beide konnten sich früh vom restlichen Feld lösen und lieferten sich über mehrere Kurven hinweg ein enges Duell um die Führung. Zeilinger versuchte mehrfach, sich neben Stingl zu positionieren, doch Stingl behielt die Ruhe, setzte sich im weiteren Verlauf leicht ab und übernahm die Kontrolle über das Rennen. In den folgenden Runden konnte er seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen und das Tempo an der Spitze bestimmen.

Nick Fischer fand im Rennverlauf zunehmend besser in seinen Rhythmus. Nach einem noch zurückhaltenden Beginn steigerte er sich Runde für Runde und konnte insbesondere in der zweiten Rennhälfte mit konstant schnellen Zeiten überzeugen. Mit einer 2:07.934 setzte er die schnellste Rennrunde und unterstrich damit seine Leistungsfähigkeit auf dem neu asphaltierten Kurs.

Auch Michael Plöderl präsentierte sich in starker Form. Nach einer verletzungsbedingt schwierigen Phase fand er schnell wieder zu alter Stärke zurück und fuhr über weite Strecken konstante Rundenzeiten im 2:09er-Bereich. Damit hielt er den Anschluss an die Spitzengruppe und setzte die Fahrer vor ihm immer wieder unter Druck.

Für Michael Schmieder und Daniel Höflinger verlief das Rennen zunächst nicht nach Plan. Beide mussten nach einem Ausflug ins Kiesbett wertvolle Zeit einbüßen. Im weiteren Rennverlauf zeigten sie jedoch Kampfgeist, arbeiteten sich Schritt für Schritt wieder nach vorne und konnten einige Positionen zurückgewinnen.

Einen starken Einstand in die Saison zeigte auch Sophia Struß. Die GMM-Neueinsteigerin ging von Startplatz 11 ins Rennen, fuhr konstant und steigerte sich im Verlauf des Rennens auf Rundenzeiten im Bereich von 2:12.2.

Top-5 (GMM 600):

1️⃣ Thomas Stingl – Yamaha R6 – 2:08.078
2️⃣ Nick Fischer – Yamaha R6 – 2:07.934 (schnellste Runde)
3️⃣ Robin Zeilinger – Yamaha R6 – 2:09.592
4️⃣ Michael Plöderl – Yamaha R6 – 2:09.847
5️⃣ Fabian Schramke – Honda CBR 600RR – 2:12.361

Fahrer des Tages:
Fabian Schramke überzeugte mit einer starken Aufholjagd. Von Startplatz 13 (2:13.661) aus gestartet, arbeitete er sich bis auf Platz 5 nach vorne und verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 2:12.361.

🟠 GMM 750 – Lauf 1

Im Zeittraining sicherte sich Klaus Aigner mit einer Rundenzeit von 2:09.517 die Pole Position. Nur knapp dahinter folgte Kevin Kasper, während Christian Meier bei seinem ersten GMM-Einsatz direkt eine starke Leistung zeigte und die erste Startreihe komplettierte.

Aus der zweiten Reihe gingen Jannik Cerkez, Guido Haberl und Bastian Büschking ins Rennen, der erstmals auf der Yamaha R9 unterwegs war.

Nach dem Start entwickelte sich an der Spitze ein intensives Duell zwischen Klaus Aigner und Kevin Kasper, die beide auf einer Suzuki GSX-R 750 unterwegs waren. Kasper setzte den Führenden über die gesamte Renndistanz hinweg unter Druck, fand jedoch keine entscheidende Möglichkeit zum Überholen. Aigner konnte insbesondere durch einen Gewichtsvorteil von rund 10 Kilogramm profitieren, wodurch es Kasper selbst im Windschatten nicht gelang, ausreichend Überschuss zu generieren, um eine Attacke zu setzen. Auch beim Anbremsen der Kurven bot sich keine klare Gelegenheit für einen Positionswechsel, sodass Aigner die Führung bis ins Ziel verteidigen konnte.

Hinter dem Führungsduo entwickelte sich ein enger Kampf um den letzten Podiumsplatz. Jannik Cerkez, Guido Haberl und Christian Meier lagen über weite Strecken dicht beieinander und lieferten sich ein spannendes Duell. Am Ende trennten die drei Fahrer nur wenige Zehntelsekunden.

Im Kampf um Platz 6 lag zunächst Nils Lohrig in aussichtsreicher Position. Im weiteren Rennverlauf hatte er jedoch Schwierigkeiten, das Tempo zu halten, sodass Marwin Pönipp und Timo Armbruster an ihm vorbeiziehen konnten. Für Lohrig blieb am Ende Platz 8.

Bastian Büschking hatte auf seiner neuen Yamaha R9 noch nicht das optimale Setup gefunden und kämpfte insbesondere mit mangelndem Grip. Auch Erik Winkelmann hatte Schwierigkeiten, auf der Geraden mit der Konkurrenz mitzuhalten, wodurch ihm beim Anbremsen der Kurven die nötige Nähe für Angriffe fehlte. Dennoch konnte er das Rennen auf einem soliden 10. Platz beenden.

Top-5 (GMM 750):

1️⃣ Klaus Aigner – Suzuki GSX-R 750 – 2:08.914
2️⃣ Kevin Kasper – Suzuki GSX-R 750 – 2:08.849 (schnellste Runde)
3️⃣ Jannik Cerkez – Ducati Panigale V2 – 2:09.390
4️⃣ Guido Haberl – Suzuki GSX-R 750 – 2:10.442
5️⃣ Christian Meier – Suzuki GSX-R 750 – 2:09.986

Fahrer des Tages:
Dominik Witzenbacher zeigte eine starke Aufholjagd. Von Startplatz 17 (2:14.904) gestartet, arbeitete er sich bis auf Platz 12 vor und steigerte sich auf eine persönliche Bestzeit von 2:13.903.

🔴 GMM 1000 – Lauf 1

Im Zeittraining setzte Nils Schäfer mit einer Rundenzeit von 2:02.332 ein klares Ausrufezeichen und distanzierte die Konkurrenz um mehr als eine Sekunde. Neben ihm starteten Martin Ulrich und Mike Knoblau aus der ersten Reihe, die ihrerseits ebenfalls einen komfortablen Vorsprung auf die zweite Startreihe hatten.

Nach dem Start zeigte Frank Häfner eine starke Reaktion und schob sich direkt in die Spitzengruppe. Martin Ulrich konnte zunächst die Führung übernehmen, musste sich jedoch im weiteren Rennverlauf Nils Schäfer und Mike Knoblau geschlagen geben.

Knoblau konnte sich im Vergleich zum Qualifying nochmals deutlich steigern und fuhr konstante Rundenzeiten im Bereich von 2:02.3, doch die Pace von Schäfer war an diesem Tag noch einmal stärker. Mit einer 2:02.004 setzte er die schnellste Rennrunde und kontrollierte das Rennen bis ins Ziel.

Im Kampf um die weiteren Positionen setzte sich Matthias Frischke auf seiner Honda gegen Frank Häfner durch. Bei Häfner zeigte sich, dass die Michelin-Reifen unter den Bedingungen in Brünn nicht optimal funktionierten, was sich insbesondere im Rennverlauf bemerkbar machte.

Pascal Steiner zeigte nach einem Sturz im Zeittraining und einigen Blessuren eine starke Leistung und kämpfte sich zurück ins Rennen. Am Ende fehlten ihm lediglich 0,184 Sekunden auf Max Nölte, wodurch er das Rennen auf Platz 7 beendete.

Marcel Kleemann, der in dieser Saison von der 750er- in die 1000er-Klasse gewechselt ist und nun auf einer Ducati Panigale V4 unterwegs ist, sammelte wichtige Erfahrungen. Auch wenn das Setup noch nicht optimal war, konnte er mit Platz 12 und einer Rundenzeit von 2:06.9 ein solides Ergebnis erzielen.

Top-5 (GMM 1000):

1️⃣ Nils Schäfer – Ducati Panigale V4 – 2:02.004 (schnellste Runde)
2️⃣ Mike Knoblau – BMW S1000RR – 2:02.318
3️⃣ Martin Ulrich – Aprilia RSV4 – 2:03.264
4️⃣ Matthias Frischke – Honda CBR 1000RR-R – 2:04.059
5️⃣ Frank Häfner – Ducati Panigale V4 – 2:04.352

Fahrer des Tages:
Jan Baudner überzeugte mit einer starken Aufholjagd. Von Startplatz 19 (2:08.236) gestartet, arbeitete er sich bis auf Platz 14 nach vorne und verbesserte sich auf eine persönliche Bestzeit von 2:07.193.

🔚 Fazit
Der Saisonauftakt in Brünn zeigte bereits deutlich, wie hoch das Niveau in diesem Jahr ist. 

Die Saison ist eröffnet – und lässt bereits jetzt erkennen, dass es in allen Klassen eng und spannend bleiben wird. 🔥

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf der Website bieten zu können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von Ihnen, wenn Sie auf die Website zurückkehren, und hilft dabei zu verstehen, welche Abschnitte der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.